
Marke „Made in Germany“ durch Selbstverpflichtung ihrer Mitglieder gestärkt
BERLIN/BONN – 06.09.07: Mitglieder der Exportinitiative „IT Security made in Germany (ITSMIG)“ bekräftigen durch eine Selbstverpflichtung: „Unsere IT-Sicherheitslösungen enthalten keine versteckten Zugangsmöglichkeiten“.
Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Exportinitiative „IT Security made in Germany“ und die darin engagierten ca. 40 Unternehmen setzen bewusst auf die weltweit positiv besetzte Marke „Made in Germany“.
Weltweit verbindet man mit Produkten aus Deutschland Eigenschaften wie Funktionsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit, Normkonformität, Integrität und Sicherheit, kurz: hohe Qualität.
Dieses Qualitätsversprechen wird jetzt durch die in ITSMIG organisierte deutsche IT-Sicherheitsbranche in einem wesentlichen Punkt konkretisiert: ITSMIG-Mitglieder haben sich zur Erstellung von Software ohne versteckte Hintertüren verpflichtet.
Mit Hintertüren (engl. Backdoors) wird die Eigenschaft eines Computerprogramms bezeichnet, der es Dritten ermöglicht, die normalen Zugangsmöglichkeiten zu umgehen und dadurch verdeckt Zugang zum Computer zu erlangen.
Die Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht deutschen Unternehmen, IT-Sicherheitsprodukte mit beliebig starker Verschlüsselung und ohne verdeckte Zugangsmöglichkeiten herzustellen und zu vertreiben. Dies ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im internationalen Vergleich für die ITSMIG-Mitglieder, die gerade derartige Produkte herstellen und international anbieten. Somit wird ein bedeutendes Qualitätsmerkmal der Exportinitiative aufgelegt, das den Kunden die Gewissheit bietet, IT-Sicherheitsprodukte zu erwerben, die keine Sicherheitsrisiken durch verdeckte Zugangsmöglichkeiten oder geschwächte Verschlüsselungsmechanismen enthalten.
Die Verpflichtungserklärung ist freiwillig und erfolgt in Form einer Selbstverpflichtung des Unternehmens gegenüber der Projektleitung der Initiative. Die Namen der Unternehmen, die diese Erklärung abgegeben haben, sowie der vollständige Text werden auf der ITSMIG-Website www.itsmig.de veröffentlicht und mit einem eigenen Logo gekennzeichnet.
Die Selbstverpflichtung im Wortlaut
Die Verpflichtung zur Erstellung von Software ohne versteckte Zugangsmöglichkeiten erstreckt sich insbesondere auf folgende Aspekte:
Über die Initiative IT Security made in Germany
In der Initiative IT Security made in Germany (ITSMIG) befinden sich derzeit ca. 40 führende Firmen der deutschen IT-Sicherheitswirtschaft. Thematisiert wird höherwertige IT-Sicherheit, wie z. B. Biometrische Verfahren, Smartcards, Verschlüsselungstechnologien und Public Key Infrastrukturen. Mitglieder sind Hersteller, Systemanbieter und Sicherheitsdienstleister, die den strengen Aufnahmekriterien gerecht wurden. Das Netzwerk agiert als Brückenbauer zwischen seinen Mitgliedern und ausländischen Kunden und Partnern. Die Initiative wird gefördert und unterstützt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und arbeitet als Public Private Partnership (PPP). Das Management liegt beim ITSMIG Steuerkreis, das Projektbüro beim Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT).
Quelle: www.itsmig.de
Sprecher der Initiative ITSMIG:
Frank Fuchs
c/o Softpro GmbH
Peter Reichelt
Fraunhofer-Institut SIT
peter.reichelt(at)sit.fraunhofer.de
Ansprechpartner bei Telco Tech:
Gerd Lochter